Zahnstein betrifft die meisten Menschen. Er entsteht durch die Mineralisierung von Zahnbelag (Plaque) in Verbindung mit Mikroorganismen, die natürlicherweise in der Mundhöhle vorkommen. Plaque bildet sich nach jeder Mahlzeit auf der Zahnoberfläche. Wird er nicht regelmäßig und gründlich entfernt, kann dies zu Karies und Zahnstein führen.
Zahnstein ist ein verhärteter mineralischer Belag, der Millionen von Bakterien enthält. Diese setzen Stoffwechselprodukte frei, die das Zahnfleisch reizen und Blutungen verursachen können. Gelangen Bakterien durch Blutungen in den Blutkreislauf, können auch andere Organe wie Herz oder Nieren betroffen sein.
Welche Arten von Zahnstein gibt es?
Man unterscheidet zwei Hauptformen:
1. Supragingivaler Zahnstein
Er befindet sich oberhalb des Zahnfleischrandes und ist gut sichtbar.
2. Subgingivaler Zahnstein
Dieser Zahnstein liegt unterhalb des Zahnfleischsaums, zwischen Zahn und Zahnfleisch.
Er wird häufig erst bei der zahnärztlichen Untersuchung diagnostiziert.
Sein Risiko besteht darin, dass er den Halt des Zahnes im Knochen schwächen kann.
Unbehandelt kann dies zu Zahnlockerung oder sogar Zahnverlust führen.
Ursachen der Zahnsteinbildung
Etwa 80 % der Fälle entstehen durch unzureichende oder falsche Mundhygiene.
Weitere Einflussfaktoren:
- physiologische Bedingungen – Speicheldrüsenausgänge geben Mineralien ab, die Zahnsteinbildung begünstigen
- enge Zahnstellung oder Zahnengstand – erschwert die Selbstreinigung und erhöht das Risiko
- häufiger Konsum schneller Kohlenhydrate – fördert Plaque und damit Zahnstein
Entfernung von Zahnstein
Supragingivaler Zahnstein
Die Entfernung erfolgt in mehreren Schritten:
- Ultraschallentfernung des harten Zahnsteins
- Entfernung weicher Beläge und Verfärbungen durch AirFlow
- Politur der Zähne mit speziellen Pasten
- Remineralisation durch Präparate mit Kalzium und Fluorid
Diese Behandlung wird in der Regel 1–2 Mal jährlich empfohlen.
Subgingivaler Zahnstein
Die Entfernung erfolgt ausschließlich durch den Zahnarzt mit speziellen Instrumenten.
Dieser Eingriff wird als parodontale Kürettage bezeichnet.
Prävention von Zahnstein
- regelmäßige und gründliche häusliche Mundhygiene
- geeignete Zahnbürste, Zahnseide oder Interdentalbürsten
- richtige Putztechnik
- regelmäßige Kontrolluntersuchungen
- professionelle Mundhygiene
Auch der Verzehr fester Lebensmittel wie Äpfel oder Karotten kann helfen, Beläge mechanisch zu reduzieren. Bei Zahnfehlstellungen empfiehlt sich eine Beratung beim Kieferorthopäden. Eng stehende oder gedrehte Zähne sind nicht nur ein ästhetisches Thema, sondern erhöhen das Risiko für Karies und Zahnstein aufgrund erschwerter Reinigung.




