Zahnbrücken gehören zu den wichtigsten Versorgungsmöglichkeiten bei Zahnverlust. Je nach Situation stehen unterschiedliche Zahnbrücken-Materialien zur Verfügung, die sich in Stabilität, Ästhetik und Anwendung unterscheiden.
Zahnbrücken früher und heute
Zahnbrücken unterscheiden sich nicht nur im Material, sondern auch in der Art der Befestigung. Früher wurden sie ausschließlich aus Metall, zum Beispiel aus Gold, hergestellt. Diese Lösung war jedoch aus ästhetischer Sicht wenig vorteilhaft und führte oft zu einer ungleichmäßigen Belastung des Gebisses.
Dank moderner Technologien können Zahnbrücken heute so gestaltet werden, dass sie sich optisch kaum von natürlichen Zähnen unterscheiden und gleichzeitig ihre Funktion zuverlässig erfüllen.
Festsitzende Zahnbrücken
Eine bewährte Möglichkeit zum Ersatz fehlender Zähne sind festsitzende Brücken, die auf beschliffenen Zähnen befestigt werden. Im Vergleich zu Implantaten sind sie in der Regel weniger kostenintensiv. Der Preis hängt dabei von der Art der prothetischen Arbeit, der Anzahl der ersetzten Zähne und vom verwendeten Material ab. Ästhetik, Stabilität, Preis und Haltbarkeit sind eng mit der Materialwahl verbunden.
Materialien für Zahnbrücken
- Metallkeramik
Hierbei handelt es sich um keramische Verblendungen in Zahnfarbe, die auf einem Metallgerüst befestigt sind. Diese Kombination sorgt für Stabilität, eine Haltbarkeit von oft mehr als zehn Jahren und eine gute Belastungsverteilung. Nachteile sind jedoch ästhetische Einschränkungen: Am Zahnfleischrand kann es zu Verfärbungen kommen, außerdem fehlt die natürliche Transluzenz. Zusätzlich müssen die Pfeilerzähne stärker beschliffen werden, und in seltenen Fällen kann eine Metallallergie auftreten.
- Vollkeramik (Zirkon)
Diese Brücken bestehen aus Zirkoniumdioxid (Zirkon) und gelten als besonders ästhetisch. Sie können die natürliche Lichtdurchlässigkeit der Zahnsubstanz imitieren und wirken dadurch sehr natürlich. Zirkon ist stabil, biokompatibel und hypoallergen. Die Haltbarkeit kann 10–15 Jahre oder mehr betragen. Ein weiterer Vorteil ist die computergestützte Herstellung (CAD/CAM), die eine hohe Präzision ermöglicht.
- Provisorische Brücken
Sie werden als Übergangslösung eingesetzt, um beschliffene Pfeilerzähne zu schützen oder eine ästhetische Versorgung während der Anfertigung der endgültigen Brücke zu gewährleisten. Ihre Stabilität und Ästhetik sind begrenzt, für den temporären Einsatz erfüllen sie jedoch zuverlässig ihren Zweck.
Wie werden Zahnbrücken befestigt?
In der Regel wird eine Brücke auf zwei Pfeilern befestigt, zwischen denen sich die ersetzten Zähne befinden. Als Pfeiler können eigene Zähne oder auch Implantate dienen.
Damit eine Brücke langfristig stabil bleibt, müssen die Pfeilerzähne in gutem Zustand sein, da sie neben ihrer eigenen Belastung auch die des ersetzten Zahnes tragen.
• Wird ein Zahn ersetzt, tragen die beiden Pfeilerzähne zusätzlich die Hälfte der Belastung des fehlenden Zahnes.
• Werden zwei Zähne ersetzt, übernimmt jeder Pfeiler neben seiner eigenen Last auch die eines weiteren Zahnes.
Wann ist eine Implantatlösung sinnvoll?
Wenn absehbar ist, dass natürliche Zähne diese Belastung nicht tragen können, wird eine Implantatlösung in Betracht gezogen. Dies betrifft insbesondere Patientinnen und Patienten, die mehrere Zähne in einer Reihe verloren haben.
Soll nur ein einzelner Zahn ersetzt werden und soll ein Beschleifen gesunder Nachbarzähne vermieden werden, kann auch ein einzelnes Implantat als Alternative infrage kommen.




